Hand streicht über Füße

Warzen – diese Arten gibt es

Wer kennt sie nicht? Mit Warzen auf der Haut hat fast jeder schon einmal seine Erfahrungen gemacht. Doch wussten Sie, dass es verschiedene Arten dieser kleinen Wucherungen gibt? Die gute Nachricht: Die meisten Warzen sind harmlos und verschwinden sogar nach einiger Zeit von allein.

Der Begriff „Warze“ stammt ab von dem lateinischen Wort „verruca“. Man bezeichnet damit kleine Wucherungen auf der Haut, die häufig eine raue Oberfläche haben und sich in der Regel auch farblich von der übrigen Haut absetzen. Es gibt viele verschieden Warzenarten. Die Ursache für das Entstehen der meisten von ihnen ist ein Virus: der Humane Papillomavirus (HPV). Bei anderen wird eine genetische Veranlagung angenommen.

Warzenarten, die durch eine Infektion mit dem HPV entstehen:

Gewöhnliche Warzen
Am häufigsten kommen sogenannte „gewöhnliche Warzen“ vor. Sie werden auch „vulgäre Warzen“ oder Stachelwarzen genannt. Es handelt sich bei ihnen um etwa erbsengroße harte Knötchen, die nach einer Ansteckung einzeln oder zu mehreren auf der Haut entstehen. Vor allem an Händen, Fingern und Fußsohlen treten sie auf. Besonders Kinder sind von Stachelwarzen betroffen. Gefährlich sind gewöhnliche Warzen nicht.
Eine Untergruppe der gewöhnlichen Warzen sind die Pinselwarzen. Sie besitzen einen langen fadenförmigen Stiel, sind weiß bis dunkelrosa und treten bevorzugt im Gesicht und am Hals auf. Auch Kinn, Augenlider und Lippen können betroffen sein. Pinselwarzen können einen unangenehmen Juckreiz verursachen.

Fußsohlenwarzen
Fußsohlenwarzen oder Plantarwarzen treten vor allem an Fußsohlen, Fersen und Zehen auf. Es gibt zwei Arten von Fußsohlenwarzen, Dorn- und Mosaikwarzen. Dornwarzen haben eine hornhautähnliche Oberfläche und zeigen kleine dunkle Punkte. Sie wachsen dornartig nach innen. Durch den Druck, der auf ihnen lastet, können sie daher beim Gehen Schmerzen verursachen. Während eine Dornwarze allein steht, kommen Mosaikwarzen nur anfangs einzeln vor. Sie ordnen sich an der Hautoberfläche zu Gruppen an, weshalb man von einem beetförmigen Auftreten spricht. Sie wachsen jedoch nicht in die Tiefe und bereiten entsprechend meist keine Schmerzen.

Flachwarzen
Flachwarzen sind flach und rund, oft hautfarben oder grau-gelb. Sie zeigen sich im Gesicht, an der Hand und am Unterarm. Auch sie sind nicht schmerzhaft. Sind Kinder und Jugendliche betroffen, spricht man von juvenilen Flachwarzen.

Feigwarzen
Feigwarzen (Kondylome) kommen im Genitalbereich und am Anus vor. Sie sind stecknadelkopfgroß und treten meist beetförmig auf. Ihre Farbe kann rötlich, bräunlich, grau-weiß oder grau-gelb sein. Da sie auf sexuellem Weg übertragen werden, gelten sie als Geschlechtskrankheit. Bei Feigwarzen handelt es sich um gutartige Wucherungen. Sie werden zwar auch durch HPV ausgelöst, allerdings durch andere Untertypen als die Verursacher von Gebärmutterhalskrebs.

Warzenarten, die andere Ursachen haben:

Alterswarzen
Die meist nicht allein auftretenden Alterswarzen sind wenige Millimeter bis mehrere Zentimeter groß, rund oder oval, braun oder schwarz. Die gutartigen Hautveränderungen betreffen vor allem Menschen über 50. Die Ursache ist nicht bekannt – möglicherweise liegt eine Veranlagung vor.

Dellwarzen
Dellwarzen sind bis zu fünf Millimeter große Knötchen auf der Haut, deren Oberfläche glatt ist und die in der Mitte eine Delle haben. Sie sind weißlich-gelb bis hellrot. Dellwarzen werden durch Pockenviren ausgelöst. Sie sind ungefährlich aber hoch ansteckend.

Stielwarzen
Stielwarzen sind keine Warzen im medizinischen Sinne. Es handelt sich dabei um kleine weiche Hautausstülpungen, meist mit einem winzigen Stiel. Sie tauchen anlagebedingt am Hals, in den Achselhöhlen, unterhalb der Brust und in der Leistengegend auf. Stielwarzen sind harmlos und nicht ansteckend.

Warzen – Symptome und Diagnose

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Letzte Änderung: 21.10.2016



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