Frau liegt mit Schmerzen im Bett

Magen­schleim­haut­entzündung: Ursachen und Symptome

Alkohol, Rauchen, Stress, Tabletten – das alles kann dem Magen auf Dauer ganz schön zusetzen. Die mögliche Folge: eine Entzündung der Magenschleimhaut, auch Gastritis genannt. Diese kann sowohl akut als auch chronisch verlaufen. vigo Online erklärt, welche Symptome eine Magenschleimhautentzündung mit sich bringt, welche Ursachen sie hat und was für Behandlungsmöglichkeiten es gibt.

Eigentlich soll die Magenschleimhaut den Magen vor aggressiven Substanzen schützen. Verschiedene Faktoren können diese Schutzschicht, die das Mageninnere auskleidet und mit einem Film aus zähem Schleim bedeckt ist, angreifen. Eine Gastritis ist dann vorprogrammiert. Dabei unterscheiden Mediziner zwei Verlaufsformen: Wenn die Magenschleimhautentzündung plötzlich beginnt und rasch wieder abheilt, sprechen sie von einer akuten Gastritis. Verläuft sie schleichend und dauerhaft, ist die Gastritis chronisch. Dabei kann die akute Form auch chronisch werden.

„Eine akute Magenschleimhautentzündung kann durch zu viel Alkohol, die Einnahme bestimmter Medikamente, Lebensmittelinfektionen oder Stress hervorgerufen werden“, erklärt Dr. Petra Siemes, Expertin im AOK-ServiceCenter Clarimedis und Ärztin für Innere Medizin. „Typische Symptome sind Übelkeit, Erbrechen, ein Druckgefühl im Oberbauch, Appetitlosigkeit und Aufstoßen.“ Um die Entzündung in den Griff zu bekommen, kann es reichen, den Magen ein bis zwei Tage zu schonen. Eventuell werden bestimmte Medikamente verschrieben, die die Produktion oder Wirkung der Magensäure reduzieren, so dass die Entzündung besser abklingen kann.

Von einer chronischen Magenschleimhautentzündung merken Betroffene dagegen oft lange gar nichts. Sie haben allenfalls leichte Beschwerden, wie etwa ab und zu ein Völlegefühl, Aufstoßen oder leichte Schmerzen im Oberbauch. „Bei der chronischen Gastritis werden drei Formen unterschieden“, erläutert Dr. Siemes. „Typ A ist autoimmun bedingt, Typ B bakteriell – hier liegt eine Infektion mit dem Magenbakterium Helicobacter pylori vor – und Typ C ist chemisch bedingt, zum Beispiel ausgelöst durch Medikamente.“

Die sichere Diagnose einer Gastritis ist nur durch eine Magenspiegelung mit Gewebeentnahme möglich. Die Therapie richtet sich nach Art und Ursache der Entzündung. Oft kommen säurehemmende Medikamente (Säureblocker) zum Einsatz. Meist heilt eine Gastritis ohne bleibende Schäden aus, in seltenen Fällen kann sie aber zu Magengeschwüren führen. Wer über längere Zeit unter Magenschmerzen, Übelkeit oder Verdauungsbeschwerden leidet, sollte also unbedingt einen Arzt aufsuchen.

Magenschleimhautentzündung: Ernährungstipps und Hausmittel

Letzte Änderung: 20.05.2015



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