Schlanke Frau legt Hand auf ihren Bauch

Vom Körperkult zum Körperwahn

Definierte Muskeln, ein schlanker Körper, kein Gramm Fett – diesen Traum hegen viele Menschen. Für manche von ihnen wird die Idee vom perfekten Körper zur Besessenheit: Sie betrachten sich überkritisch im Spiegel, treiben exzessiv Sport und halten strenge Ernährungspläne ein. Welche Ursachen dieser Körperwahn hat und wie man wieder zu einer gelasseneren Einstellung gelangen kann, lesen Sie hier.

Die meisten Menschen sind unzufrieden mit ihrem Körper. Mehr Muskeln, weniger Gewicht – die Wunschliste für den perfekten Körper ist lang. Um das ersehnte Ziel zu erreichen, helfen regelmäßiger Sport und gesunde Ernährung. Doch zeigen sich die ersten Erfolge, ist der Grat zur Obsession oft schmal: schnell dreht sich das ganze Leben um die Fragen, was man (nicht) essen darf, ob die Sporteinheit lang genug war und ob man überhaupt noch gut aussieht.

Schwerwiegende Folgen

Bezieht sich diese negative Art der Wahrnehmung, die andere in der Regel nicht teilen, auf das Gewicht oder die Muskeln, scheint nahezuliegen, was zu tun ist: Sport treiben, Ernährung umstellen. Anfänglich positive Energie kann sich so aber schnell zu einer Sportsucht und/oder einer Essstörung auswachsen. So bestrafen sich manche Menschen mit zusätzlichen Trainingseinheiten, wenn sie etwas „Verbotenes“ gegessen haben oder aber sie essen kaum noch etwas.

Gestörtes Selbstbild

Die Werbung, Fernsehsendungen und soziale Medienkanäle wie Instagram tragen ihren Teil zum Schönheitswahn bei. Im Vergleich betrachten viele und vor allem junge Menschen ihren eigenen Körper als unzulänglich. Ist die Unzufriedenheit sehr ausgeprägt, sprechen Experten von einer Körperschemastörung: Die Betroffenen dieser psychischen Störung empfinden sich als hässlich, ihr Denken kreist fast ausschließlich um die eigene Optik. Betroffene haben meist ein geringes Selbstbewusstsein und definieren sich hauptsächlich über ihr Aussehen. Sie sind oft perfektionistisch und leistungsorientiert.

Dem Körperwahn entkommen

Wie stark die Idee vom perfekten Körper das eigene Leben bestimmt, können Sie durch einen einfachen Test herausfinden: Verbieten Sie sich die nächste Sporteinheit und schlemmen Sie einmal ganz ausgiebig. Was passiert bei dem Gedanken daran in Ihrem Kopf? Bereitet Ihnen die Vorstellung Unbehagen, vielleicht sogar Stress? Dann ist das ein klares Anzeichen dafür, dass sie es mit dem Körperkult übertreiben. Sie sollten gegensteuern und diese Tipps helfen Ihnen dabei:

  • Führen Sie sich immer wieder vor Augen, dass Sie alleine bestimmen, was „schön“ ist.
  • Üben Sie, einen realistischen Blick auf Ihren Körper zu werfen.
  • Liegt bereits eine Sportsucht und/oder eine Essstörung vor, kann nur noch eine psychotherapeutische Behandlung helfen, den Weg aus der Krankheit zu finden.

Stressbewältigung – Achtsamkeitsübung: Bodyscan / angeleitete Körperreise

Angela Homfeldt ist zertifizierte Achtsamkeitstrainerin, Meditations- und Yogalehrerin aus Essen. Sie gibt Ihnen in Echtzeit eine Anleitung für einen Bodyscan, auch Körperreise genannt. Wenn Sie regelmäßig Körperreisen machst, schulen Sie Ihr Körperbewusstsein, nehmen eventuelle Anspannungen aufmerksamer wahr und können negative Gedanken leichter loslassen.

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Letzte Änderung: 19.07.2017



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