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Kümmel – gut für die Verdauung

Kümmel ist nicht nur ein bekanntes Gewürz mit einer langen Tradition, sondern auch eine beliebte Heilpflanze. Sie gilt als das mit Abstand wirkungsvollste pflanzliche Mittel gegen Blähungen und Krämpfe im Magen-Darm-Bereich. Lesen Sie im vigo-Online-Heilpflanzen-Lexikon, bei welchen Beschwerden die Arzneipflanze des Jahres 2016 sonst noch hilft.

Ob in Broten, in Kohlgerichten oder Eintöpfen – beim Kümmel scheiden sich die Geschmacksgeister. Doch während sich über Geschmack ja bekanntlich streiten lässt, steht zweifelsfrei fest: Der sogenannte Echte Kümmel (Carum carvi) ist gesund. Die Kümmelpflanze ist reich an ätherischen Ölen, insbesondere die Samen enthalten mehr als drei Prozent ätherisches Öl. Im ätherischen Öl stellt Carvon neben Limonen den Hauptbestandteil dar. Auch sind Fettsäuren, Gerbstoffe und Vitamin C enthalten.

Wirkung

Vor allem aber erleichtert Kümmel die Verdauung von schweren Speisen. Er hilft außerdem bei Blähungen und Krämpfen im Magen-Darm-Bereich und wirkt appetitanregend sowie antibakteriell. Zu verdanken haben wir die beruhigende, entspannende und entkrampfende Wirkung seinen ätherischen Ölen, vor allem dem intensiv riechenden Carvon sowie Limonen – nicht zu verwechseln mit den Zitrusfrüchten –, die beide aus den Kümmelfrüchten gewonnen werden.

Anwendung

Kümmel wird nicht nur innerlich als Tee, Gewürz oder Öl angewendet. Es schafft auch äußerlich Linderung, etwa gegen Zahn- oder Kopfschmerzen, indem ein mit Kümmelsamen gefülltes Säckchen auf die schmerzende Stelle gelegt wird. Auch eine Bauchmassage mit Kümmelöl kann gut tun. Dabei darf allerdings das konzentrierte Öl nicht direkt mit der Haut in Kontakt kommen. Es muss stets verdünnt werden: Bei Erwachsenen sind es fünf Tropfen Kümmelöl auf 20 Milliliter hautverträgliches Basis-Öl, zum Beispiel Olivenöl. Selten kann es zu allergischen Reaktionen kommen. Die Früchte sollten gut geschützt vor Licht und Luft in eine verschließbare Dose oder Glas gelagert werden.

Herkunft

Der Echte Kümmel gehört übrigens zu den Doldengewächsen und wird bis zu einem Meter groß. Seine ursprüngliche Herkunft liegt in Asien. Mittlerweile hat sich die zweijährige Pflanze mit den kleinen weiß-rosa Blüten aber über ganz Europa bis nach Nordafrika ausgebreitet.

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Letzte Änderung: 20.04.2016



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