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Algen – essbar und gesund

Sie sind gesund, lecker und leicht zuzubereiten: Algen. Doch während das Gemüse aus dem Meer vor allem in der asiatischen Küche nahezu täglich auf dem Speiseplan steht, ist es in Deutschland immer noch ein Geheimtipp. Dabei sind Algen wahre Vitaminbomben. Beim Kauf sollte man allerdings genau hinschauen. vigo Online verrät Ihnen, worauf Sie achten müssen.

Zerkleinert, gepresst, getrocknet und geröstet – so kennen viele Deutsche die hierzulande wohl bekannteste essbare Algenart: Nori. Die Rotalge ist als „Sushi-Hülle“ schon in Millionen Mündern verschwunden. „Es wird geschätzt, dass es weit mehr als 100.000 verschiedene Algenarten gibt“, sagt Ernährungsexpertin Bianca Mariano-Hetzel aus dem ServiceCenter AOK-Clarimedis. Neben Rotalgen wie Nori, Irisch Moos und Dilsea sind vor allem Grünalgen, wie etwa der Meersalat Ulva, und Braunalgen oder Meeresspaghetti wie Kombu und Wakame bestens zum Verzehr geeignet. „Dabei können Algen unseren Speiseplan in vielfacher Weise ergänzen“, so die Clarimedis-Expertin. „Zum Beispiel als Salat, in der Suppe, als Beilage oder auch als Zutat im Smoothie.“

Algen – einfach zubereitet

Roh oder gekocht, gedünstet oder gebraten – es gibt viele Zubereitungsarten, bei denen man nicht allzu viel falsch machen kann. Das Ergebnis schmeckt nicht nur gut, es ist auch gesund. „Algen sind reich an Mineralstoffen und Spurenelementen wie Magnesium, Kalium, Kalzium und Jod, sowie an den Vitaminen C, B12 und Folsäure“, erklärt Mariano-Hetzel. Weil Algen so eine gute Vitamin-B12-Quelle sind, stehen sie in der vegetarischen und veganen Ernährungsweise immer häufiger auf dem Speiseplan. Wer auf seine Figur achtet oder abnehmen will, ist bei den Algen ebenfalls an der richtigen Adresse. Denn sie enthalten primär Wasser und Eiweiß, sind somit von Natur aus fett- wie kalorienarm und weisen einen hohen Ballaststoffanteil auf.

Achtung: hoher Jodgehalt!

Auch als Nahrungsergänzungsmittel, wie etwa Spirulina als Pulver, werden Algen angeboten. Die Ernährungsexpertin rät von diesen Präparaten aber ab: „Vor allem Menschen mit Schilddrüsenerkrankungen müssen aufpassen, da hohe Jodkonzentrationen zu gesundheitlichen Problemen führen können.“ Algen verfügen grundsätzlich über einen hohen Jodgehalt, in pulverisierten Algen ist die Konzentration jedoch noch höher.

Zudem sollte beim Einkauf der Algen auf die Herkunft geachtet werden. So können Produkte aus dem Krisengebiet Fukushima Konzentrationen von radioaktivem Jod enthalten. Zum Glück handelt es sich bei nahezu allen im Handel angebotenen Produkten um gezüchtete Algen. Verbraucher müssen sich daher um Schadstoffe in der Regel keine Sorgen machen.

Letzte Änderung: 14.03.2016



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