junge Frau isst Erdbeerkuchen

Zuckerfallen entlarven

In vielen Produkten steckt Zucker, obwohl sie gar nicht süß schmecken. Ein Blick auf das Etikett verrät mehr.

Die meisten Menschen nehmen sehr viel Zucker zu sich, ohne es zu merken. Er versteckt sich in Getränken, Brot, Wurst, Fruchtjoghurt, Salatdressing, Müsli, Ketchup, Kartoffelsalat und vielen anderen Fertigprodukten. Das liegt daran, dass nicht immer „Zucker“ draufsteht, wo Zucker drin ist. Die Liste der Tarnnamen ist lang. vigo Online hat die wichtigsten für Sie zusammengestellt.

So erkennen Sie Zuckerfallen:

  • Wenn ein Stoff in der Zutatenliste mit der Endung „ose“ auftaucht, verbirgt sich dahinter immer ein Zucker, zum Beispiel Malzzucker (Maltose), Haushaltszucker (Saccharose), Fruchtzucker (Fruktose), Milchzucker (Laktose) oder Traubenzucker (Glukose).
  • Hinter dem Begriff „Maltodextrin“ versteckt sich ein Verdickungsmittel, das aus Malzzucker und Traubenzucker besteht.
  • Malzextrakt besteht aus Malzzucker und Maltodextrin.
  • „Ohne Kristallzucker“ klingt erst einmal gut, bedeutet aber in der Regel, dass das Produkt keinen Haushaltszucker enthält. Meist ist stattdessen Fruchtzucker zugesetzt.
  • Auch die verschiedenen Arten von Sirup verraten, dass Zucker enthalten ist, beispielsweise Invertsirup oder Glukosesirup.
  • Mit Zucker lassen sich Lebensmittel gut konservieren. Wirbt also ein Produkt mit der Aufschrift „ohne Konservierungsstoffe“, kann das ein Indiz dafür sein, dass es unter Umständen Zucker enthält.
  • „Zuckerfrei“ heißt nicht immer frei von Zucker. Gemeint ist lediglich, dass kein Haushaltszucker enthalten ist.
  • Honig schließlich klingt auf der Zutatenliste gesünder, besteht aber ebenfalls aus Traubenzucker und Fruchtzucker.

Die 5 häufigsten Zuckerfallen

  • Dass Schokoriegel, Pralinen und Marzipan wahre Fettfallen sind, ist bekannt. Doch die oft angepriesenen fettfreien Alternativen wie Gummibärchen oder Trockenfrüchte sind dafür echte Zuckerfallen. Die Lösung: Es führt nichts daran vorbei – Süßes sollte nur in Maßen sein. Genießen Sie es bewusst: Wenn Sie die Lust auf Schokolade überkommt, lassen Sie einfach kleine Mengen langsam auf der Zunge zergehen!

  • Joghurt liefert Eiweiß und Kalzium und ist gesund? Im Prinzip ist das richtig. Viele Sorten mit Fruchtgeschmack müssten allerdings aufgrund ihres Zuckergehalts eher zu den Süßigkeiten zählen. Im Extremfall enthalten sie beinahe so viel Zucker wie ein Glas Cola. Die Lösung: Werfen Sie einen Blick auf die Verpackung. Rangiert der Zucker auf der Zutatenliste weit vorne? Dann stellen Sie den Joghurt besser zurück ins Regal. Auf der sicheren Seite sind sie, wenn Sie naturbelassenen Joghurt kaufen, frisch geschnippelte Früchte dazu – das bringt Geschmack und ist gesund.

  • Finger weg von Limonade, Cola und Eistee gegen den Durst! Softdrinks sind mit teilweise mehr als 30 Stücken Würfelzucker pro Liter echte Kalorienbomben. Auch bei Nektaren und Fruchtsaftgetränken sollten sie genau hinschauen. Ein niedriger Fruchtgehalt wird oft mit viel Zucker ausgeglichen.Die Lösung: Wasser und ungesüßte Tees können und sollten Sie reichlich trinken. Nebenbei sind Sie auch die besten Durstlöscher.

  • Eine Portion Vitamine gefällig? Ja, aber nicht aus der Dose. Das Obst aus der Konserve enthält meistens viel Zucker und damit deutlich mehr Kalorien als man erwartet. Zudem lässt der Vitamingehalt im Vergleich zum Frischobst zu wünschen übrig.Die Lösung: Obst sollte nicht nur beim Abnehmen auf dem Speiseplan weit oben stehen. Statt Ananas aus der Dose sollten es frische Obstsorten sein – am besten abwechslungsreich und aus der Saison.

  • Mit einer Schale Müsli ist das gesunde Frühstück gebongt? Nicht immer. Viele Frühstücksflocken und Müslis strotzen nur so vor Fett und Zucker. Und auch die beliebten Müsliriegel sind keine schlanken Snacks sondern süße Kalorienbomben.Die Lösung: Achten Sie auf den Zuckergehalt und die Zutaten: Schokostückchen, Knusperbrocken, Honig, Nüsse und Rosinen sorgen für viele Kalorien. Volles Korn ist dagegen super und macht das Müsli auch schön knackig. Frisches Obst bringt ein zusätzliches Plus an Vitaminen.

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Letzte Änderung: 27.07.2017



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