Mann spielt mit Baby

Die wichtigsten Infos zum Elterngeld und ElterngeldPlus

Eltern können seit 1. Januar 2007 ab der Geburt eines Kindes bis zu 14 Monate Elterngeld beziehungsweise Basiselterngeld oder seit 1. Juli 2015 darüber hinaus ElterngeldPlus erhalten. Das Elterngeld wird für die Lebensmonate des Kindes gezahlt. Die Eltern können sich untereinander aufteilen, wer wie lange zu Hause bleiben möchte.

Mit dieser finanziellen Unterstützung will die Bundesregierung allen Familien unter die Arme greifen, die sich für ihren Nachwuchs und dessen Erziehung intensiv Zeit nehmen.

Hier die wichtigsten Infos zum Elterngeld im Überblick:

Maximal 14 Monate Basiselterngeld

Das Elterngeld oder Basiselterngeld wird maximal für 14 Monate gezahlt. Vater und Mutter können sich diesen Zeitraum frei aufteilen – allerdings: Ein Elternteil kann höchstens zwölf Monate Elterngeld bekommen.

Grundlage für die Höhe des Elterngeldes: Nettoeinkommen der letzten 12 Monate

Die Höhe des Elterngeldes richtet sich nach dem Nettoeinkommen des betreuenden Elternteils vor der Geburt des Kindes:

  • Bei einem Einkommen zwischen 1.000 und 1.200 Euro: bis zu 67 Prozent
  • Bei einem Voreinkommen von 1.220 Euro: bis zu 66 Prozent
  • Bei 1.240 Euro und mehr: bis zu 65 Prozent
  • Der Höchstbetrag liegt bei 1.800 Euro
  • Bei niedrigem Einkommen zwischen 450 und 500 Euro: bis zu 100 Prozent
  • Auch nicht erwerbstätige Eltern (z.B. Hausfrauen, Arbeitslose, Studenten) erhalten den Mindestbetrag von 300 Euro.

Elterngeld für Alleinerziehende und Adoptiveltern

Alleinerziehende können die vollen 14 Monate Elterngeld in Anspruch nehmen. Adoptiveltern beziehen das Elterngeld ebenso wie leibliche Eltern, in Ausnahmefällen auch Verwandte bis zum dritten Grad.

Arbeiten während des Bezugs von Elterngeld

Eltern dürfen während des Bezugs von Elterngeld bis zu maximal 30 Stunden pro Woche in Teilzeit arbeiten.

Vom Geschwisterbonus profitieren

Familien mit mehreren kleinen Kindern erhalten einen Geschwisterbonus. Dabei handelt es sich um einen Zuschlag von 10 Prozent des sonst zustehenden Elterngeldes, mindestens aber 75 Euro. Bei Mehrlingsgeburten wird ein Mehrlingszuschlag von 300 Euro für jedes weitere neugeborene Kind gezahlt.

ElterngeldPlus ermöglicht längere Förderung

Zusätzlich zum Basiselterngeld steht für Eltern, deren Kinder ab dem 1. Juli 2015 geboren sind, das so genannte ElterngeldPlus zur Verfügung. Insbesondere ist dies für Eltern gedacht, die während des Elterngeldbezugs in Teilzeit arbeiten möchten, was besonders häufig bei Vätern der Fall ist.

Das ElterngeldPlus berechnet sich wie das Basiselterngeld. Allerdings wird maximal die Hälfte des Elterngeldes gezahlt. Dafür bekommen sie das Elterngeld aber für den doppelten Zeitraum. Aus maximal 14 Bezugsmonaten Basiselterngeld können so also auch maximal 28 Bezugsmonate ElterngeldPlus gemacht werden.

Es ist den Eltern freigestellt, ob sie ihr Elterngeld ausschließlich als Basiselterngeld oder als ElterngeldPlus in Anspruch nehmen möchten oder beide Varianten miteinander kombinieren. Die Höhe des ElterngeldPlus und der Zuschläge wird regulär halbiert auf Basis des Elterngeldes.

Was im Endeffekt die günstigere Variante für Sie als Eltern ist, sollten Sie genau durchrechnen. Unterstützung bietet Ihnen dabei die Elterngeldstelle in Ihrer Nähe.

Elterngeld Beratung

Partnerschaftsbonus beim ElterngeldPlus

Eine partnerschaftliche Aufteilung von Familie und Beruf wird mit vier zusätzlichen ElterngeldPlus-Monaten pro Elternteil unterstützt, wenn beide Eltern in vier aufeinanderfolgenden Monaten gleichzeitig 25 bis 30 Wochenstunden arbeiten.

In gleicher Weise werden auch Alleinerziehende gefördert: Arbeiten sie in vier aufeinanderfolgenden Monaten in Teilzeit zwischen 25 und 30 Wochenstunden, erhalten sie ebenfalls vier zusätzliche ElterngeldPlus-Monate.

Elterngeld schriftlich beantragen

Die werdenden Eltern müssen das Elterngeld bei der zuständigen Elterngeldstelle des Bundeslandes schriftlich beantragen. Dazu müssen Sie die Einkommensnachweise der letzten zwölf Monate vorlegen, die Geburtsurkunde des Kindes im Original mit dem Verwendungszweck „für Elterngeld“, die Bescheinigung über das Mutterschaftsgeld (stellt die Krankenkasse aus) sowie die Bescheinigung über den Zuschuss zum Mutterschaftsgeld (stellt der Arbeitgeber aus).

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Letzte Änderung: 11.07.2017



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