Mutter legt schlafendem Baby die Hand auf die Brust

Plötzlicher Kindstod: Risikofaktoren erkennen

Der plötzliche Kindstod ist der Albtraum vieler frischgebackener Eltern. Auch wenn die Fälle in den vergangenen Jahren zurückgegangen sind, bleiben die Ursachen des „Sudden Infant Death Syndrome“ (SIDS) nicht eindeutig geklärt. Wissenschaftler gehen davon aus, dass ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren zum plötzlichen Tod des Säuglings führt. Die gute Nachricht: Eltern können die meisten dieser Risikofaktoren aktiv beeinflussen.

Mediziner sprechen vom „Sudden Infant Death Syndrome“ (SIDS), dem plötzlichen Kindstod, wenn ein zuvor scheinbar gesundes Kind innerhalb des ersten Lebensjahres unvorhersehbar verstirbt. Dank intensiver Forschung und zunehmender Vorsorgemaßnahmen gingen die Todesfälle in den vergangenen Jahren zurück. Waren laut Statistischem Bundesamt 1991 in Deutschland noch 1.285 Kinder betroffen, sank die Zahl 2014 auf nur noch 119. In mehr als 90 Prozent der Fälle sterben die Kinder in den ersten neun Lebensmonaten – mit einer Häufung zwischen dem zweiten und vierten Monat. Danach nimmt das Risiko stetig ab. Nach Ende des ersten Lebensjahres tritt der plötzliche Kindstod so gut wie gar nicht mehr ein.

Plötzlicher Kindstod – mögliche Ursachen

Trotz intensiver Forschungsarbeit: Die Ursachen für den plötzlichen Kindstod sind immer noch nicht eindeutig geklärt. Wissenschaftler nehmen an, dass die betroffenen Kinder unter einem unreifen Atemantrieb leiden. Normalerweise löst Sauerstoffmangel einen Reiz aus, aufzuwachen und nach Luft zu schnappen. Beim plötzlichen Kindstod bleibt dieser Mechanismus jedoch aus. Die Babys wachen nicht auf. Stattdessen verfallen sie in eine sporadische Schnappatmung, die schließlich zum Atemstillstand führt.

Die R-R-R-Regel beachten

Studien lassen jedoch vermuten, dass erst die Kombination mehrerer Faktoren zum plötzlichen Kindstod führt. Dabei spielt das Einhalten der R-R-R-Regel (Rückenlage, Rauchfrei, Richtig gebettet) eine entscheidende Rolle: So ist mittlerweile bekannt, dass das Schlafen in Bauchlage und eine verrauchte Umgebung das Risiko für den plötzlichen Kindstod deutlich erhöhen. Auch die direkte Schlafumgebung des Säuglings kann Erstickungsgefahren bergen. Dank dieser Erkenntnisse konnten Eltern in den vergangenen Jahren gezielt aufgeklärt und die Fälle plötzlicher Kindstode deutlich gesenkt werden.

Plötzlicher Kindstod – Präventionsmaßnahmen

Der plötzliche Kindstod, auch plötzlicher Säuglingstod oder Krippentod genannt, ist das wohl schlimmste Ereignis, was sich Eltern vorstellen können. Mit einigen wenigen, aber sehr wirksamen Maßnahmen können Sie das Risiko für den plötzlichen Kindstod minimieren. Alexander Backendorf, Oberarzt in der Klinik für Neu- und Frühgeborene des Elisabeth-Krankenhauses Essen, erklärt, was genau zu tun ist.

Dem plötzlichen Kindstod vorbeugen

Letzte Änderung: 07.04.2017



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