Mann sitzt auf Wiese

Achtsamkeit: weniger Stress, mehr Leistung

Alles schnell erledigen, am besten mehrere Dinge gleichzeitig tun – viele Menschen fühlen sich durch die täglichen Anforderungen an sie gestresst und erschöpft. Das so genannte Achtsamkeitstraining will der Schnelllebigkeit unserer Zeit entgegenwirken. Die Achtsamkeitstrainerin Angela Homfeldt erklärt, warum Achtsamkeit so wichtig ist und empfiehlt Ihnen eine Übung, die sich leicht in den Alltag einbauen lässt.

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Angela Homfeldt

Angela Homfeldt ist Achtsamkeitstrainerin und Gründerin von mibalo.

Frau Homfeldt, was versteht man unter dem Begriff Achtsamkeit?

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Angela Homfeldt: Achtsam zu sein bedeutet, die Wahrnehmung auf das „Hier und Jetzt“ zu richten. Bin ich wirklich gedanklich im „Jetzt“?

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Wo liegen die Wurzeln des Achtsamkeitstrainings?

Die Wurzeln liegen in der buddhistischen Lehre und ihrer Meditations- und Yogapraxis.

In welchen Bereichen wird Achtsamkeitstraining eingesetzt?

Achtsamkeitstraining wird vor allem zur Stressbewältigung eingesetzt; denn Stress kann langfristig krank machen. Sehr viele Menschen leiden unter typischen Stresssymptomen wie Müdigkeit, Schlafstörungen und Rückenschmerzen. Das Achtsamkeitstraining kann als Burnout-Prävention betrachtet werden.

Im Zusammenhang mit Achtsamkeitstraining fällt häufig die Abkürzung MBSR? Was ist damit gemeint?

MBSR steht für „Mindfulness Based Stress Reduction“. 1970 hat Dr. Jon Kabat-Zinn das MBSR-Programm zur achtsamkeitsbasierten Stressreduktion entwickelt. Das spezielle Programm wird vermehrt in der Verhaltens- und Schmerztherapie angewendet. Mit seinem Achtsamkeitstraining schlägt Kabat-Zinn eine Brücke zwischen jahrtausendealten meditativen Übungen und einer modernen Medizin, die den Menschen als Ganzes sieht.

Warum ist Achtsamkeit so wichtig geworden?

Durch ein regelmäßiges Achtsamkeitstraining kann man das Gewohnheitsmuster im Denken und Handeln in Stresssituationen nachhaltig verändern. Durch eine neue „Es ist wie es ist“-Haltung bekommt man Abstand zu der aktuellen Stresssituation. Gelassenheit entsteht, Gedanken und Gefühle bekommt man besser in den Griff.

Wie sieht der Arbeitsalltag einer Achtsamkeitstrainerin aus?

Gegen 6 Uhr morgens absolviere ich regelmäßig mein eigenes Trainingsprogramm. Ab 7.30 oder 8 Uhr starten meine Personal Trainings für Privatpersonen. Alternativ buchen mich Unternehmen für Inhouse-Seminare oder Vorträge. Zusätzlich gebe ich auch offene Abendseminare für Privatpersonen.

Welche Achtsamkeitsübung empfehlen Sie unseren Lesern?

Nehmen Sie beim Aufwachen wahr, welches Nasenloch „offener“ ist. Versuchen Sie dann bewusst durch das offenere Nasenloch tief zu atmen. Dabei bleiben Sie noch einige Minuten im Bett liegen. Ihre Aufmerksamkeit ist auf Ihre Atmung gerichtet, bevor Ihr Tag startet. Wenn andere Gedanken kommen, versuchen Sie diese für diesen Moment beiseite zu schieben und immer wieder zur Nasenatmung zurückzukommen.

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Achtsamkeit und Meditation

In dieser Playlist zeigen wir Ihnen geführte Meditationen gegen negative Gedanken und für einen gesunden Schlaf.

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Letzte Änderung: 06.01.2017



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