Kinderarzt im Gespräch mit einem Mädchen im Teenageralter

Impfen – die wichtigsten Fragen und Antworten

Soll ich mein Kind impfen lassen – ja oder nein? Welche Gründe sprechen für das Impfen? Und wie gefährlich sind mögliche Impfschäden? Wir geben Ihnen die Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um das sensible Thema Impfen.

Impfungen schützen Kinder und Erwachsene vor schweren Infektions­krankheiten, für die es nur eingeschränkte Behandlungs­möglich­keiten gibt. Außerdem trägt konsequentes Impfen dazu bei, gefährliche Krankheiten langfristig auszurotten.

In Deutschland herrscht keine Impfpflicht. Doch es gibt Empfehlungen, die Experten der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert-Koch-Institut (RKI) aussprechen. Die STIKO bewertet Impfungen anhand von wissenschaftlichen und klinischen Daten.

Unbedingt! Zwar sind in Deutschland Krankheiten wie Diphtherie selten geworden, die Erreger können aber immer noch aus anderen Ländern eingeführt werden. Tetanus-Erreger finden sich dagegen auch hierzulande. Über offene Wunden können die Bakterien in den Körper gelangen. Wenn man nicht geimpft ist, kann es zur Tetanus-Infektion kommen.

Ab der Geburt ist ein Baby im täglichen Leben vielen unterschiedlichen Erregern wie Bakterien und Viren ausgesetzt. Das kindliche Immunsystem wird mit dieser „Belastung“ gut fertig. Kombinationsimpfstoffe und die in ihnen enthaltenen Abwehrstoffe (Antigene) stellen nur einen kleinen Teil dieser natürlichen Belastung dar und „trainieren“ das Immunsystem zu einem für das Kind günstigen Zeitpunkt – damit folgenschwere Krankheiten in späteren Lebensmonaten und Jahren verhindert werden.

Bei Masern kann es zu einer Entzündung des Gehirns (Masernenzephalitis) kommen. Diese kann zu bleibenden Behinderungen führen oder sogar tödlich enden. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) sank aufgrund weltweiter Impfprogramme die Anzahl an Maserntoten von 562.000 im Jahr 2000 auf 122.000 im Jahr 2012.

Wie bei jedem Medikament können auch durch Impfungen Nebenwirkungen auftreten. Dabei muss man übliche, meist lokale oder leichte allgemeine Impfreaktionen von seltenen schweren Impfkomplikationen unterscheiden. Übliche Impfreaktionen sind eine Rötung oder Schwellung der Impfstelle sowie Fieber, Kopf- und/oder Gliederschmerzen sowie Übelkeit und Durchfall. Diese Impfreaktionen sind ungefährlich und klingen meist nach wenigen Tagen wieder ab. Hierbei handelt es sich um eine Reaktion des Immunsystems auf die Impfung. Die heutigen Impfstoffe sind im Allgemeinen sehr gut verträglich.

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Letzte Änderung: 12.01.2017



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