Frau läuft über Wiese

Zecken

Zecken fallen nicht von Bäumen. Und beißen tun sie auch nicht, sondern sie stechen ihre Opfer - und zwar die Larven, Nymphen und erwachsene Zecken. Über die Blutsauger gibt es viele Gerüchte und noch mehr interessante Fakten.

Selten entdeckt man sie auf den ersten Blick. Die Zecke, auch Holzbock genannt, ist je nach Entwicklungsstadium winzig klein bis erbsengroß. Es hält sich hartnäckig das Gerücht, dass Zecken auf Bäumen sitzen. Tatsächlich leben sie hauptsächlich im Gras, Gebüsch und Unterholz. Wenn sie zustechen, können Zecken zahlreiche Krankheiten übertragen – auf Menschen gefährliche Erkrankungen wie Borreliose oder Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME).

Wer glaubt, nach einem kalten Winter gäbe es weniger Zecken, der irrt. Denn bei diesen Parasiten führen gerade anhaltend niedrige Temperaturen dazu, dass ihre Zahl steigt. Schnee und Frost schützen die Zecken nämlich während ihrer Kältestarre. Ab etwa sieben Grad werden sie bereits aktiv und warten im Gebüsch auf ein geeignetes Lebewesen, das sie stechen können.

Hat eine Zecke zugeschlagen, bleibt sie bis zu neun Tage an ihrem Wirt hängen – und kann so über lange Strecken transportiert werden, bis sie sich schließlich fallen lässt. Das kann, je nachdem ob sie zum Beispiel auf einem Vogel oder einem Hund sitzt, in einem Garten, in einem Park oder in einer städtischen Grünanlage passieren, wo sie dann auf ihr nächstes Opfer lauert.

Schutz vor Zecken

Letzte Änderung: 14.08.2017



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