Salz auf Tisch

Jodmangel in Deutschland: Was tun?

Deutschland zählt noch immer zu den Jodmangelgebieten. Doch wofür brauchen wir das Spurenelement überhaupt? Erfahren Sie bei uns mehr über die Bedeutung von Jod und die Folgen einer Unterversorgung.

Jod ist ein lebensnotwendiges Spurenelement. Da unser Körper es jedoch nicht selbst produzieren kann, müssen wir es mit der Nahrung aufnehmen. Doch in Deutschland herrscht, wie in vielen anderen Ländern auch, Jodmangel. Denn die Böden hierzulande enthalten zu wenig, mitunter sogar gar kein Jod. Die Folge: Bis zu 40 Prozent der erwachsenen Deutschen leiden an einem Mangel. Aber auch Kinder und Jugendliche sind gefährdet.

Wofür brauchen wir eigentlich Jod?

Vor allem die Schilddrüse benötigt Jod, damit sie die Hormone Thyroxin (T4) und Trijodthyronin (T3) produzieren kann. Diese wiederum beeinflussen unseren gesamten Stoffwechsel sowie die Funktion der Organe.

Und unser Körper braucht das wichtige Spurenelement in jedem Lebensabschnitt: Bereits im Mutterleib hat es eine hohe Bedeutung für das Wachstum des Ungeborenen, seine Knochenreife und Hirnentwicklung. So können sich die Nervenzellen nur bei einer ausreichenden Versorgung mit Schilddrüsenhormonen entsprechend entwickeln und vernetzen. Auch eine gesunde körperliche wie geistige Entwicklung von Kindern und Jugendlichen ist ohne eine ausreichende Jodversorgung gefährdet. Im Erwachsenenalter werden dagegen die Leistungsfähigkeit, das Wohlbefinden sowie die Fruchtbarkeit durch die Schilddrüsenhormone – und damit durch die Jodversorgung – beeinflusst.

So viel Jod sollte es sein

Doch wie viel Jod braucht unser Körper? Spurenelemente benötigt der Mensch in nur sehr geringen Mengen. Man verwendet dafür die Maßeinheit Mikrogramm (µg). Ein Mikrogramm entspricht einem Millionstel Gramm. Unsere Übersicht sagt Ihnen, welche Mengen in welchem Lebensabschnitt empfohlen werden:

  • Gestillte Säuglinge: 50 bis 80 Mikrogramm
  • Kinder (1 bis 9 Jahre): 100 bis 140 Mikrogramm
  • Jugendliche und Erwachsene: 180 bis 200 Mikrogramm
  • Schwangere und Stillende: 230 bis 260 Mikrogramm

Jod kann aber auch überdosiert werden. Ab einem Milligramm pro Tag ist mit Magen-Darm-Beschwerden, Hautausschlägen und einem metallischen Geschmack zu rechen. Auch autoimmune Schilddrüsenentzündungen werden mit einer Jod-Überdosierung in Zusammenhang gebracht. Zum Vergleich: Ein Kilogramm Speisesalz enthält 20 Milligramm Jod.

Tipp: Wie Sie Ihre Jodbilanz ins Lot bekommen, erfahren Sie in unserer Bildergalerie rechts.

Jodmangel und seine gesundheitlichen Folgen

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Letzte Änderung: 08.12.2014



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