Mann mit Bauchschmerzen liegt im Bett

Die Frage der Woche: Hantavirus – wie beuge ich einer Infektion vor?

Jedes Jahr nehmen die Experten des ServiceCenters AOK-Clarimedis rund eine halbe Million Anrufe entgegen. Häufig gestellte Fragen beantwortet das Expertenteam in der vigo-Online-Rubrik „Anruferfrage der Woche“.

Diese Woche: Hantavirus – wie beuge ich einer Infektion vor?

Die Antwort der AOK-Clarimedis-Experten:

Zurzeit häufen sich die Hantavirus-Infektionen beim Menschen. Allein in Baden-Württemberg wurden seit Jahresbeginn 2017 über 460 Hantavirus-Erkrankungen gemeldet. Doch auch die Bundesländer Nordrhein-Westfalen und Bayern sind betroffen.

Die Viren lauern im Kot von Ratten und Mäusen und können beim Aufwirbeln von Staub eingeatmet werden. Besonders Rötelmäuse verbreiten das Virus über ihre Ausscheidungen. Die Symptome sind nicht immer eindeutig, denn es gibt weltweit verschiedene Virusarten, die zu zwei Krankheitsbildern führen können.

Zum einen können die Nieren und zum anderen die Lunge betroffen sein. Wer einige Tage nach Aufräumen von Dachboden oder Keller Fieber, Bauch- oder Rückenschmerzen und Probleme beim Wasserlassen bekommt, hat sich womöglich mit dem Hantavirus infiziert. Obwohl es eigentlich keine spezifische Therapie gibt, wird in schweren Fällen das Anti-Virus-Mittel Ribavirin eingesetzt. Für die Erkrankung besteht eine Meldepflicht nach § 7 Infektionsschutzgesetz.

Vorsicht bei Nagetieren

Tummeln sich Mäuse oder Ratten im Haus, sollten sie konsequent bekämpft werden. Sie hinterlassen Kot und Urin – und das darf nicht bloß mit einem Besen weggefegt werden. Fußböden am besten nass wischen, damit kein Staub mit Mäusekot aufgewirbelt wird. Vorsicht ist vor allem beim Aufräumen von Garagen, Schuppen, Dachböden und Kellerräumen sowie dem Umschichten von Holzstapeln geboten.

Auf Nummer sicher geht, wer Dachboden und Keller regelmäßig lüftet. Falls Sie ein totes Tier in ihrem Haus entdecken, tragen Sie beim Entsorgen Handschuhe und einen Mundschutz. Lebensmittel sollten immer in verschließbaren Behältern aufbewahrt werden, um keine Nagetiere anzulocken. Außerdem gehören Essenreste nicht auf einen Komposthaufen, denn das dient den Nagern ebenfalls als Nahrungsquelle.

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Das telefonische ServiceCenter AOK-Clarimedis ist für Versicherte der AOK Rheinland/Hamburg an 365 Tagen erreichbar. Ein Team aus Fachärzten, Krankenschwestern und -pflegern, Ernährungsberatern und Versicherungsexperten gibt kompetente Auskünfte zu den Themen Medizin und Versicherung.

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Letzte Änderung: 26.06.2017



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Dr. Maik Irmisch, Facharzt für Innere Medizin
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Die Fragen der Woche

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