Kind, Mädchen schläft im Bett

Wenn die Mandeln sich entzünden

Eine Mandelentzündung, in der medizinischen Fachsprache auch akute Tonsillitis oder Angina tonsillaris genannt, geht mit typischen Symptomen einher: Schluckbeschwerden, Halsschmerzen und Fieber. Vor allem Kinder und Jugendliche leiden häufig an einer Mandelentzündung

Eine Mandelentzündung ist eine Entzündung der Gaumenmandeln (Tonsillen). Die harmlosere Variante der Erkrankung wird durch Viren ausgelöst, äußert sich mit grippeähnlichen Symptomen und verschwindet nach wenigen Tagen wieder von selbst.

Manchmal sind jedoch Bakterien, zumeist sogenannte Streptokokken, im Spiel. Sie verursachen eitrige Mandeln. Um eine chronische Mandelentzündung handelt es sich, wenn die bakterielle Entzündung der Tonsillen trotz Therapieversuche andauert oder immer wieder aufflammt.

Die Mandeln – unsere „Gesundheitspolizei“

Die Mandeln befinden sich am Übergang von der Mundhöhle zum Schlund zwischen den vorderen und hinteren Gaumenbögen. Öffnen wir den Mund vor dem Spiegel, können wir einen Teil von ihnen erkennen. Der größere Anteil ist jedoch nicht zu sehen.

Oft werden sie auch als „Gesundheitspolizei“ unseres Körpers bezeichnet. Dieser Spitzname ist insofern gerechtfertigt, als die Mandeln die Funktion haben, Infekte abzuwehren. Sie gehören zum lymphatischen System und sind, besonders in den ersten Lebensjahren, für die Ausbildung des Immunsystems mitverantwortlich.

Vom ersten bis zum dritten Lebensjahr, wenn ihre Abwehrfunktion ausgebildet wird, werden die Gaumenmandeln sehr groß. Setzt sich der Körper gegen einen Infekt zur Wehr, kommt es - ähnlich wie bei den Lymphknoten - zum Anschwellen der Mandeln. Sie sind also eine Art Frühwarnsystem des Körpers.

So erkennen Sie eine Mandelentzündung

Letzte Änderung: 16.12.2014



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