Junge Frau mit Rotweinglas

Tabus in der Schwangerschaft

Nach den Glückwünschen zur Schwangerschaft folgen alsbald die gut gemeinten Ratschläge. Jeder scheint zu wissen, was der Nachwuchs jetzt dringend braucht und worauf die zukünftige Mutter unbedingt verzichten sollte. Manche Tipps mögen richtig sein, andere sind es jedoch nicht. Damit Sie Ihre Schwangerschaft unbeschwert genießen können, erklären wir Ihnen, wovon Sie tatsächlich Abstand nehmen sollten und warum – im vigo-Online-Schwangerschafts-Knigge.

Alkohol
Die Annahme, ein Gläschen Rotwein werde Ihrem Baby schon nicht schaden, ist schlicht und einfach falsch. Schon geringe Mengen Alkohol können beim Ungeborenen irreparable Organschäden verursachen, das Wachstum behindern und massive Schäden am Hirn anrichten. Daher sollten Sie während der gesamten Schwangerschaft auf jeglichen Alkohol verzichten.

Nikotin
Während die Mutter raucht, wirkt das Nikotin unter anderem verengend auf die Gefäße der Plazenta.

Die Versorgung des Ungeborenen wird eingeschränkt, was wiederum die Wahrscheinlichkeit für eine Frühgeburt oder ein untergewichtiges Kind erhöht.

Essen für zwei
Zum Ende der Schwangerschaft steigt der Energiebedarf der werdenden Mutter um etwa 250 Kilokalorien. Das entspricht nicht mehr als einem Käsebrot. Wer nun neun Monate lang ungehemmt schlemmt, riskiert nicht nur seine eigene Gesundheit sondern auch die des Ungeborenen. Der dauerhaft erhöhte Blutzuckerspiegel der Schwangeren kann dazu führen, dass das Kind später an Übergewicht, Diabetes und Herz-Kreislauf-Krankheiten leidet.

Bedenkliche Lebensmittel
In Rohmilch- und Weichkäse wie Camembert und Brie können gefährliche Listerien lauern. Für Gesunde sind die Bakterien harmlos, aber bei geschwächten Menschen und Babys können sie eine Hirnhautentzündung (Meningitis) oder Blutvergiftung (Sepsis) auslösen. Daher darf auch Fisch nur durchgegart verzehrt werden. Sushi und kalt geräucherter Lachs sind in der Schwangerschaft tabu. Mett, Carpaccio, und Rohwurst können wiederum Toxoplasmen enthalten, die das Ungeborene ebenfalls stark schädigen können.

Stress
Permanenter Stress während der Schwangerschaft kann durchaus gefährlich werden. Steht die werdende Mutter ständig unter Druck, schüttet sie vermehrt Hormone und Adrenalin aus, die über die Nabelschnur direkt zum Ungeborenen gelangen. Die Folgen reichen beim Baby von gesundheitlichen Beeinträchtigungen bis hin zur Frühgeburt. Zudem wird es selbst anfälliger für Stress und kann im späteren Leben eher unter psychischen Erkrankungen leiden.

Medikamente
Schwangere sollten Medikamente nur nach Rücksprache mit dem verordnenden Arzt einnehmen. Eine Nutzen-Schaden-Abwägung sollte immer erfolgen. Bei manchen Wirkstoffen weiß man noch wenig darüber, wie sie auf Schwangerschaften und die spätere Entwicklung des Ungeborenen wirken. Welche Medikamente und Nahrungsergänzungen unbedenklich sind, erfahren Sie von Ihrem Arzt oder Apotheker.

Letzte Änderung: 26.03.2015



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