Gesunde und ungesunde Lebensmittel auf einem Teller, Chips, Salat, Limetten, Schokolade

Süßes: Gibt es gesunde Alternativen?

Zuviel Naschen ist ungesund, das weiß jeder. Denn wer sich gesund ernähren will, der sollte an Fett und Zucker sparen. Doch ab und zu muss etwas Süßes einfach sein. Was also tun bei Heißhunger auf Schokolade & Co? vigo online verrät Ihnen, was von vermeintlich „gesunden“ Naschalternativen zu halten ist, wie Sie locker und trotzdem vernünftig mit dem Thema Naschen umgehen und zeigt Ihnen ein paar leckere Alternativen zum Selbermachen.

Fettfallen: Auf gesund getrimmt

Obst ist nicht gleich Obst! Was von den Herstellern als „gesunder Snack“ getarnt wird, zum Beispiel Apfel- und Bananenchips, ist bei genauerem Hinsehen eine wahre Fettfalle. In Scheiben geschnitten und in Öl frittiert wird die Frucht zwar schön kross aber auch ganz schön kalorienreich: 100 Gramm Bananenchips schaffen es auf 511 Kalorien und 26,5 Gramm Fett. Gesunde Alternativen sind frisches oder ungesüßtes, getrocknetes Obst.

Zuckerersatzstoffe: Eine sinnvolle Alternative?

Glaubt man den Werbebotschaften, sollen Naschereien mit Zuckeraustauschstoffen gesünder und figurfreundlicher sein. Doch Vorsicht! Süßstoff enthält zwar keine Kalorien und ist nicht kariesfördernd, dennoch sollte ein gesunder Umgang mit der Ersatzsüße im Alltag geübt sein. Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt deshalb einen sehr sparsamen Gebrauch, der elf Tabletten Süßstoff pro Tag nicht überschreiten sollte. Die Süßkraft von Flüssigsüße entspricht in der Regel der einer Süßstoff-Tablette, wobei die Portionsgröße je nach Marke von einem Tropfen bis zu einem Teelöffel reichen kann.

Wie viel Naschen ist eigentlich erlaubt?

Gegen maßvolles Naschen ist nichts einzuwenden. Gönnen Sie sich also ab und zu etwas Süßes. Ernährungsexperten empfehlen jedoch, pro Tag nicht mehr als 50, idealerweise sogar nur 25 Gramm Zucker zu sich zu nehmen. Natürlicher Zucker aus komplexen Kohlenhydraten wie Obst oder Vollkornprodukten ist hingegen gesundheitlich unbedenklich.

Die 5 häufigsten Zuckerfallen

  • Dass Schokoriegel, Pralinen und Marzipan wahre Fettfallen sind, ist bekannt. Doch die oft angepriesenen fettfreien Alternativen wie Gummibärchen oder Trockenfrüchte sind dafür echte Zuckerfallen. Die Lösung: Es führt nichts daran vorbei – Süßes sollte nur in Maßen sein. Genießen Sie es bewusst: Wenn Sie die Lust auf Schokolade überkommt, lassen Sie einfach kleine Mengen langsam auf der Zunge zergehen!

  • Joghurt liefert Eiweiß und Kalzium und ist gesund? Im Prinzip ist das richtig. Viele Sorten mit Fruchtgeschmack müssten allerdings aufgrund ihres Zuckergehalts eher zu den Süßigkeiten zählen. Im Extremfall enthalten sie beinahe so viel Zucker wie ein Glas Cola. Die Lösung: Werfen Sie einen Blick auf die Verpackung. Rangiert der Zucker auf der Zutatenliste weit vorne? Dann stellen Sie den Joghurt besser zurück ins Regal. Auf der sicheren Seite sind sie, wenn Sie naturbelassenen Joghurt kaufen, frisch geschnippelte Früchte dazu – das bringt Geschmack und ist gesund.

  • Finger weg von Limonade, Cola und Eistee gegen den Durst! Softdrinks sind mit teilweise mehr als 30 Stücken Würfelzucker pro Liter echte Kalorienbomben. Auch bei Nektaren und Fruchtsaftgetränken sollten sie genau hinschauen. Ein niedriger Fruchtgehalt wird oft mit viel Zucker ausgeglichen.Die Lösung: Wasser und ungesüßte Tees können und sollten Sie reichlich trinken. Nebenbei sind Sie auch die besten Durstlöscher.

  • Eine Portion Vitamine gefällig? Ja, aber nicht aus der Dose. Das Obst aus der Konserve enthält meistens viel Zucker und damit deutlich mehr Kalorien als man erwartet. Zudem lässt der Vitamingehalt im Vergleich zum Frischobst zu wünschen übrig.Die Lösung: Obst sollte nicht nur beim Abnehmen auf dem Speiseplan weit oben stehen. Statt Ananas aus der Dose sollten es frische Obstsorten sein – am besten abwechslungsreich und aus der Saison.

  • Mit einer Schale Müsli ist das gesunde Frühstück gebongt? Nicht immer. Viele Frühstücksflocken und Müslis strotzen nur so vor Fett und Zucker. Und auch die beliebten Müsliriegel sind keine schlanken Snacks sondern süße Kalorienbomben.Die Lösung: Achten Sie auf den Zuckergehalt und die Zutaten: Schokostückchen, Knusperbrocken, Honig, Nüsse und Rosinen sorgen für viele Kalorien. Volles Korn ist dagegen super und macht das Müsli auch schön knackig. Frisches Obst bringt ein zusätzliches Plus an Vitaminen.

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Letzte Änderung: 25.11.2016



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