Familie mit Kindern beim Frühstück

Ein gesundes Frühstück – guter Start in den Schultag

Es ist wieder soweit: Die nächsten ABC-Schützen stürmen die Schulen. Das ist spannend und aufregend, geht aber auch an die Substanz. Gerade deshalb muss bei Schulkindern die Ernährung stimmen. So ist zum Beispiel ein ausgewogenes Frühstück für Schüler Pflicht. Die Clarimedis-Ernährungsberaterin Bianca Mariano-Hetzel gibt Tipps für einen gesunden Start in den Schultag. In unserer Bildergalerie finden Sie außerdem Anregungen für eine gesunde Schultüte.

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Bianca Mariano-Hetzel

Bianca Mariano-Hetzel ist Ernährungsexpertin im ServiceCenter AOK-Clarimedis.

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Frau Mariano, warum ist das Frühstück so wichtig?

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Der Körper muss mehrfach am Tag mit Energie versorgt werden. Ein ausgewogenes Frühstück sorgt dafür, dass er bereits morgens genügend Nährstoffe für seine Energiegewinnung erhält. Das fördert die Konzentration und Leistungsfähigkeit.

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Woran erkennt man ein gesundes Frühstück und Pausenbrot?

Ein gesundes Frühstück enthält vier Komponenten: Vollkorngetreide, fettarme Milch/-produkte, Obst/Rohkost plus Getränk. Im Gegensatz zu gezuckerten Frühstückscerealien gibt Vollkorngetreide seine Energie nur langsam ab. Somit ist die Leistungsfähigkeit über einen längeren Zeitraum gegeben. Zudem sorgen sie für ausreichend Ballaststoffe und regen die Verdauung an. Die Pausen(vollkorn)brote sollten mit fettarmer Wurst und fettarmem Käse belegt sein. Ebenso wichtig sind Pausenbegleiter in Form von Obst und Gemüsesticks, die u. a. Vitamine liefern. Frühstück und Pausenbrot sollten sich in der Zusammensetzung ergänzen, morgens Müsli mit Obst und in der Pause Käsebrot mit Paprikastreifen. Außerdem ist das Trinken ebenso wichtig: beim Frühstück zum Beispiel ungesüßte Teesorten, Wasser oder ab und zu Saftschorle. Cola und Fruchtnektar sind zu meiden, da sie viel Zucker und somit viele Kalorien enthalten.

Gibt es Alternativen für Frühstücksmuffel?

Um zumindest eine kleine Grundlage zu schaffen, bieten sich Milch/Kakao, ein paar Löffel Joghurt oder eine Miniportion Cornflakes an. Dennoch sollte man seinem Kind zusätzlich ein größeres Pausenbrot mit in die Schule/Kita geben.

Müsliriegel, Milchschnitte und Co: Was ist von den Pausensnacks zu halten?

Müsliriegel erwecken den Anschein gesund zu sein. Dabei enthalten sie relativ viel Honig, also Zucker. Auch Milchschnitte, Schokoschnitten oder Fruchtzwerge können keine vollwertige Pausenmahlzeit ersetzen.

5 Tipps für eine gesunde Schultüte

  • Besser auf zu viel Süßes verzichten: In eine bunte und liebevoll gepackte Schultüte gehören natürlich auch einige der Lieblingssüßigkeiten Ihres Kindes. Doch achten Sie stets auf den Zucker- oder Fettgehalt und meiden Sie Kalorienbomben. Denn zum einen führen sie zu Übergewicht und zum anderen können sie Karies verursachen.

  • Die richtigen Süßigkeiten auswählen: Verzichten Sie auf Süßigkeiten, die über einen längeren Zeitraum im Mund verbleiben und so besonders schädlich auf den Zahn einwirken – Karamellbonbons oder zuckerhaltige Kaugummis gehören daher nicht in die Schultüte. Wählen Sie lieber Süßigkeiten, die rasch aufgebraucht sind und kein langes, wiederholtes Kauen erfordern.

  • Zahnfreundliche Süßwaren: Wenn Sie sichergehen möchten, dass Ihr Kind keine Zuckerbomben in der Schultüte hat, können Sie sich bei der Aktion „Zahnfreundlich“ informieren. Unter www.zahnmaennchen.de lassen sich einzelne Lebensmittel nach ihrem Zuckergehalt durchleuchten. Außerdem erhalten Sie Tipps, welche Süßwaren mehr oder weniger zahnfreundlich sind.

  • Süßes mit Gesundem ausgleichen: Die Schultüte sollte ein gesunder Mix aus süßen Leckereien und Vitaminen sein. Ergänzen Sie den Inhalt mit Vollkornkeksen und -riegeln, Studentenfutter oder zuckerfreiem Kaugummi.

  • Tolle Alternativen zum Süßkram: Befüllen Sie die Schultüte mit kleinen Überraschungen – etwa Radiergummis, Aufklebern, Stiften oder Schlüsselanhängern. Denken Sie aber auch an Praktisches, wie eine gut verschließbare Trinkflasche sowie eine Brotbox für die Pause. Ein Ballspiel, ein Gummitwist oder ein Springseil animieren das Kind zudem zur körperlichen Bewegung in den Schulpausen. Aber nicht vergessen: Jedes Kind möchte seine Schultüte selber tragen. Sie darf also nicht zu schwer werden.

Letzte Änderung: 25.11.2016



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