Arzt zieht Spritze auf

Argumente gegen Impfmüdigkeit

Eigentlich sollten Infektionskrankheiten längst ausgerottet sein. Doch die Deutschen sind impfmüde geworden. Die schlimme Folge: Viren verbreiten sich, immer mehr Krankheiten kehren zurück.

Experten schlagen Alarm

Anfang des Jahres 2010 brach eine Masern-Epidemie in Deutschland aus. Ungewöhnlich viele Kinder erkrankten, einige starben. Nie hätte man gedacht, dass dies in einem hoch entwickelten Land heute möglich ist. Immerhin gibt es einen wirksamen Schutz: Impfungen. Doch was nutzt die beste Vorsorge, wenn zu wenig Menschen sie in Anspruch nehmen?

Für einen flächendeckenden Schutz müssten 95 Prozent aller Menschen wie erforderlich zweimal gegen Masern geimpft sein. Tatsächlich sind es nur etwa 77 Prozent! Bei Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten und Hepatitis B gibt es ebenfalls deutliche Lücken.

Aus osteuropäischen Staaten können zum Beispiel Diphtherie und Hepatitis wieder nach Westeuropa gelangen. Außerdem können die Kinderlähmung und andere Krankheiten durch ungeimpfte Reisende oder Flüchtlinge aus Ländern der Dritten Welt jederzeit wieder verbreitet werden.

Der Grund für die Impfmüdigkeit

Viele Menschen wiegen sich in falscher Sicherheit, fühlen sich nicht durch Seuchen bedroht. Zahlreiche Eltern haben außerdem Vorurteile gegenüber den Impfungen. Das stärkste Argument ist, dass durch die Impfung gesundheitliche Schäden ausgelöst werden könnten.

Fakt ist: Echte Impfschäden sind extrem selten. Denn die heute benutzten Impfstoffe weisen eine sehr hohe Qualität und Verträglichkeit auf. Auch Autismus oder der plötzliche Kindstod haben nach heute vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnissen nichts mit Impfungen zu tun.

Oft wird auch behauptet, geimpfte Kinder würden mehr Allergien entwickeln. Doch zahlreiche Studien zeigen, dass es keinen Zusammenhang zwischen Impfung und späteren Allergien gibt. Im Gegenteil: In der früheren DDR gab es eine rigoros eingehaltene Impf-Pflicht - trotzdem hatten Kinder dort wesentlich weniger Allergien als ihre Altersgenossen im Westen.

Ärzte warnen

Mögliche Nebenwirkungen durchs Impfen stehen in keinem Verhältnis zum Risiko, das die Eltern eingehen, wenn sie ihr Kind nicht impfen lassen. Bekommt das Kind die Krankheit, gegen die es hätte geimpft werden können, kann es bleibende Schäden davontragen. Im schlimmsten Fall endet die Krankheit tödlich. Ärzte raten daher energisch davon ab, wegen der Angst vor Impfnebenwirkungen das Kind gar nicht erst impfen zu lassen.

Auffrischungsimpfungen für Kinder: Wissenswertes

Impfungen sind aus der Gesundheitsvorsorge nicht mehr wegzudenken. Alles Wissenswerte rund um Auffrischungsimpfungen für Kinder erfahren Sie in diesem Beitrag.

Ihnen hat das Video gefallen? Abonnieren Sie uns auf YouTube, um kein Video mehr zu verpassen!

Letzte Änderung: 14.07.2015



Impfpass verloren?

Die Experten von AOK-Clarimedis sagen Ihnen, was Sie jetzt tun sollten.

Grippeimpfung

So schützen Sie sich vor der Wintergrippe!

Medizinischer Service

Bei AOK-Clarimedis beraten Sie Fachärzte am Telefon - rund um die Uhr, an sieben Tagen in der Woche.

Vorsorge im Blick

Die AOK-Vorsorge-App erinnert Sie an anstehende Untersuchungen zur Früherkennung.