Gruppe Kindergartenkinder

Resilienz – so stärken Eltern die Psyche ihres Kindes

Resilienz ist in aller Munde. Sie meint die innere Stärke und seelische Widerstandskraft eines Menschen in belastenden Situationen: Resiliente Menschen lassen sich scheinbar durch nichts aus der Ruhe bringen. Diese Stärke ist nicht nur angeboren – man erlernt sie auch im Laufe seiner Entwicklung. Resilienz lässt sich deshalb bereits im Kindesalter fördern. Dr. Julia Petmecky, Psychologin beim ServiceCenter AOK-Clarimedis, erklärt, was Resilienz bewirkt und wie Eltern die psychische Widerstandsfähigkeit ihrer Kinder stärken können.

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Dr. Julia Petmecky

Dr. Julia Petmecky ist Psychologin im ServiceCenter AOK-Clarimedis.

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Frau Dr. Petmecky, was genau ist Resilienz?

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Resilienz ist die Fähigkeit, sich unter belastenden Situationen flexibel und angemessen zu verhalten. Resiliente Menschen sind in der Lage, starken Belastungen positiv entgegenzutreten. So können sie Krisen ohne größere Schäden standhalten.

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Ist Resilienz angeboren?

Genetische Anlagen spielen durchaus eine Rolle. Daneben sind die Erziehung und das Umfeld entscheidende Faktoren. Grundsätzlich gilt: Resilienz kann in jedem Alter gelernt und gezielt gestärkt werden.

Ab welchem Alter können Eltern die Resilienz ihrer Kinder fördern?

Von Beginn an. Ein wichtiger Punkt ist, dass die Kleinen lernen, soziale Kompetenz zu entwickeln. Eine gesunde Bindung in der frühen Kindheit schafft und stärkt das Urvertrauen. Diese Bindungsfähigkeit hilft ihnen später dabei, mit anderen Menschen Beziehungen einzugehen. Das ist wichtig, denn das soziale Netz bietet Halt und Stabilität – also Stärke.

Haben Kinder von Alleinerziehenden oder aus finanziell schwachen Familien generell einen Nachteil, was die Entwicklung ihrer Resilienz betrifft?

Nein. Untersuchungen haben gezeigt, dass Geld keine Rolle spielt. Resilienz wird schon gestärkt, wenn das Kind eine feste Bezugsperson hat. Es muss dabei gar nicht mal ein Elternteil sein, das dem Kind Stabilität und ein gesundes Selbstwertgefühl vermittelt.

Wie helfe ich meinem Kind ganz konkret, mit Problemen umzugehen?

Durch Selbstwirksamkeitsüberzeugung. Das heißt: Das Kind muss lernen, dass es Probleme lösen kann, indem es sie anpackt. Hier spielt das Lob eine wichtige Rolle. Hat das Kind eine schwierige Situation gut gemeistert, sollten es die Eltern für das lösungsorientierte Handeln loben. Diese Anerkennung stärkt und motiviert. Ein weiterer Tipp: Eltern sollten ihren Kindern Märchen vorlesen. Da passieren oft schlimme Dinge. Aber am Ende findet sich immer jemand, der Mut hat, anpackt, das Problem löst und dann zum Helden wird.

Spielt die Welteinstellung der Eltern auch eine Rolle?

Ja. Wer im Elternhaus ständig hört, dass die Welt schlecht und ein unsicherer Ort ist, wird es schwer haben, eine positive Weltanschauung zu entwickeln. Wenn ein Kind aber das Positive sieht, wird es ihm als Erwachsender leichterfallen, anderen Menschen zu vertrauen und gesunde Beziehungen zu führen.

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Letzte Änderung: 02.02.2018



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