Wir verwenden Cookies

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell, während andere uns helfen, diese Website und Ihre Erfahrung zu verbessern.

Heuschnupfen im Winter – kann das sein?

Frage der WocheLesezeit: 1:00 min.
Frau mitt Wintermantel und Mütze putzt sich die Nase

Bildnachweis: © stock.adobe.com / Sandor Jackal

Unsere Clarimedis-Experten nehmen jedes Jahr bis zu einer halben Million Anrufe entgegen. Häufig gestellte Gesundheitsfragen beantwortet das Expertenteam in unserer Rubrik „Frage der Woche“.

Diese Woche: Heuschnupfen im Winter – kann das sein?

Expertenbild

Der Experte zum Thema

Bernhard Schlüter

Exami­nierter Gesundheits- und Kranken­pfleger
ServiceCenter AOK-Clarimedis

Ja, das ist möglich – dabei spielt das Wetter eine entscheidende Rolle. Früher galten Wintermonate als pollenfreie Zeit. Doch durch klimatische Veränderungen gibt es mittlerweile fast keine längeren Phasen ohne Pollenflug. Milde Winter mit Temperaturen über dem Gefrierpunkt können dazu führen, dass die ersten Frühblüher wie Hasel und Erle bereits ab Dezember Pollen freisetzen. Besonders betroffen sind Regionen wie der Südwesten Deutschlands und das Rheinland, wo wärmere Temperaturen den Pollenflug begünstigen. Der sogenannte Wärmeinsel-Effekt in Städten kann den Prozess zusätzlich beschleunigen. Selbst im Norden Deutschlands zeigt sich dieser Milde-Winter-Effekt bereits, wenn auch meist in geringerer Intensität.

Die Pollenbelastung im Winter ist zwar meist noch niedrig, kann aber dennoch starke allergische Reaktionen auslösen – insbesondere bei Menschen, deren Immunsystem durch Erkältungen geschwächt ist. Typische Symptome sind Niesen, Juckreiz, eine laufende oder verstopfte Nase sowie gerötete und tränende Augen.

Ärztin zieht eine Spritze auf

Hyposensibilisierung

Eine AOK-Leistung für Allergiker.

Bei Verdacht auf allergischen Schnupfen oder bei anderen Symptomen empfiehlt sich ein Besuch beim Allergologen. Kurzfristig helfen Antihistaminika, Augentropfen oder Nasensprays. Für eine langfristige Behandlung bietet sich eine Hyposensibilisierung an, die auf die Ursache der Allergie abzielt und oft über mehrere Jahre erfolgt.

Allergiker sollten deshalb rechtzeitig mit ihrer verordneten Heuschnupfen-Prävention beginnen und aktuelle Pollenflugvorhersagen beachten.


AOK-Clarimedis – medizinische Informationen am Telefon: 0800 1 265 265

Fragen rund um Erkrankungen, Diagnosen und Therapien beantwortet AOK-Clarimedis an 365 Tagen im Jahr 24 Stunden täglich unter 0800 1 265 265. Ein fachärztliches Team und medizinische Expertinnen und Experten stehen für AOK-Kunden kostenfrei und exklusiv zur Verfügung.

Letzte Änderung: 29.11.2024