In Deutschland leiden etwa 5,3 Millionen Menschen an einer depressiven Erkrankung. Treffen kann es jeden, in jedem Alter. Obwohl die Depression eine Volkskrankheit ist, bleibt jede zweite unerkannt. Dabei sind die Behandlungsmöglichkeiten gut, wenn die Krankheit früh erkannt wird.
Was alle Betroffenen in einer akuten depressiven Phase verbindet, ist das Gefühl tiefer Schwermut und innerer Leere. Sie verlieren das Interesse und die Freude an sonst angenehm empfundenen Dingen. Darüber hinaus beklagen viele von ihnen, dass sie keine Energie mehr haben und sich zu nichts entschließen können. Selbst Alltagserledigungen und einfache Entscheidungen fallen ihnen schwer. Suizidgedanken, Selbstzweifel und Hoffnungslosigkeit dominieren ihren Tag. Oft werden diese Gefühle von körperlich-vegetativen Beschwerden wie Schlafstörungen, Appetitlosigkeit und Konzentrationsstörungen begleitet. Aber auch rein physische Symptome wie Kopfschmerzen oder Magenbeschwerden sind typisch.
Familiencoach Depression
Hilfe beim Umgang mit depressiven Angehörigen.
Es ist nur selten möglich, die genaue Ursache für eine Depression zu finden. Tatsache ist, dass es bestimmte Risikofaktoren gibt, die ihren Ausbruch begünstigen können. Hier spielt zum Beispiel die genetische Veranlagung eine wichtige Rolle. Ist ein Elternteil betroffen, beträgt das Erkrankungsrisiko der Kinder zwischen zehn und 20 Prozent. Sind Vater und Mutter betroffen, so steigt das Risiko sogar auf bis zu 60 Prozent an. Als Ursache kommen außerdem Traumata oder chronische Erkrankungen wie Morbus Parkinson oder Diabetes in Frage. Frauen sind übrigens aufgrund größerer Hormonschwankungen anfälliger für Depressionen. Sie erkranken zwei- bis dreimal häufiger als Männer.
Zwei Drittel aller Erkrankten leiden an einer unipolaren Depression. Bei ihnen treten die Krankheitssymptome in Episoden auf. Es gibt aber auch Patienten, die nicht nur depressive, sondern auch manische Episoden durchleben. Manische Phasen sind gekennzeichnet durch eine große Rastlosigkeit, auffallend gehobene Stimmung und ein fehlendes Schlafbedürfnis. In diesen Fällen spricht man von einer bipolaren affektiven Störung. Die dritte der wichtigsten Depressionsdiagnosen ist die sogenannte Dysthymie. Hier leiden die Patienten an einer meist weniger ausgeprägten, dafür aber chronisch anhaltenden Form der Depression.
Wie wir eine Depression erkennen können und wie Angehörige und Freunde Betroffenen helfen können, darum geht es in dieser Podcast-Folge von „Auf Herz & Ohren mit Doc Caro“. Alle Folgen aus der Podcast-Reihe finden Sie in der Podcast-Übersicht.
Diese Episode von Morphium & Ingwer führt unsere Moderatoren sozusagen auf die „dunkle Seite“ – denn es geht um Depressionen. Ex-Bundesligaprofi Martin Amedick erzählt Olli und Micha, wie er schon zu aktiven Zeiten mit dieser oft unterschätzten Krankheit zu kämpfen hatte und was dies für ihn im Trainingsalltag bedeutete. Psychotherapeutin Franca Cerutti erklärt den beiden außerdem, wieso Frauen weit häufiger von Depressionen betroffen sind als Männer. Ob Olli und Micha es auch bei diesem Thema schaffen werden, sich gegenseitig auf die Schippe zu nehmen? Hören Sie selbst.
Letzte Änderung: 17.09.2020
Einwilligungserklärung für die Nutzung der Social Media Plugins
Für die Nutzung von Social-Media Dienstangeboten diverser Unternehmen stellen wir Ihnen Social-Media-Plug-ins zur Verfügung. Diese werden in einem Zwei-Klick-Verfahren auf den Online-Angeboten der AOK eingebunden.
Die AOK erfasst selbst keinerlei personenbezogene Daten oder Informationen über deren Nutzung mittels der Social-Media-Plug-ins.
Über diese Plug-ins können jedoch Daten, auch personenbezogene Daten, an die US-amerikanischen Diensteanbieter gesendet und gegebenenfalls von diesen genutzt werden. Das hier eingesetzte Verfahren sorgt dafür, dass zunächst keine personenbezogenen Daten an die Anbieter der einzelnen Social-Media-Plug-ins weitergegeben werden, wenn Sie unser Online-Angebot nutzen. Erst wenn Sie eines der Social-Media-Plug-ins anklicken, können Daten an die Dienstanbieter übertragen und durch diese gespeichert bzw. verarbeitet werden.