Umgekippter Zuckerstreuer auf Tisch, im Hintergrund trinkt Mann Kaffee

Künstliche Süß-Macher

Es gibt verschiedene Zuckeralternativen, die praktisch keine Kalorien liefern und eher zahnfreundlich sind. Dennoch sind die Alternativen umstritten.

Dazu zählen zum einen Süßstoffe und zum anderen Zuckeraustauschstoffe. Die synthetisch bzw. technologisch hergestellten Süßstoffe haben eine wesentlich stärkere Süßkraft als Haushaltszucker. Sie liefern dem Körper nahezu keine Kalorien und verursachen zudem keine Karies. Besonders für Diabetiker und bei Übergewicht im Rahmen einer Gewichtsreduktion können sie eine Alternative zu zuckerhaltigen Süßungsmitteln sein.

Süßstoff - heimlicher Appetitanreger?

In der EU sind nur diejenigen Süßstoffe zugelassen, die sich in wissenschaftlichen Studien als gesundheitlich unbedenklich erwiesen haben. (EFSA)

Denn Süßstoffe sind umstritten. So wird ihnen zum Beispiel vorgeworfen, den Appetit anzuregen. Dass sie tatsächlich für Entstehung von Übergewicht verantwortlich sind, ist aber nicht wissenschaftlich belegt. Gegenüber herkömmlichem Haushaltszucker haben die Süßstoffe den Nachteil, dass sie nicht so gut schmecken – es tritt häufig ein metallischer oder lakritzartiger Beigeschmack auf.

Zuckeraustauschstoffe

Zuckeraustauschstoffe sind süß schmeckende Kohlenhydrate, auch Zuckeralkohole genannt, die unter anderem aus Gemüse und Obst gewonnen werden. Dazu gehören Sorbit (E 420), Mannit (E 421), Xylit (E 967), Erythrit (E 968), Isomalt E 953), Maltit (E 965) und Lactit (E 966). Sie liefern gut halb so viele Kalorien wie Haushaltszucker, sind aber fast genauso süß. Da die Zuckeralkohole nur langsam in die Blutbahn gelangen, sind sie lange Zeit für die Herstellung sogenannter „Diabetiker-Lebensmittel“ eingesetzt worden. Diese wurden jedoch vom Markt genommen, da sie keinen Zusatznutzen in der Diabetestherapie bieten.

Zuckeraustauschstoffe sind zahnfreundlicher als Haushaltszucker. Allerdings binden sie bei der Verdauung im Dickdarm Wasser. Die Folge: Zuckeraustauschstoffe können Blähungen und Durchfall verursachen, wenn man zu viel davon zu sich nimmt. Der vermutlich bekannteste Zuckeraustauschstoff ist der Fruchtzucker, auch Fruktose genannt.

Die 5 häufigsten Zuckerfallen

  • Dass Schokoriegel, Pralinen und Marzipan wahre Fettfallen sind, ist bekannt. Doch die oft angepriesenen fettfreien Alternativen wie Gummibärchen oder Trockenfrüchte sind dafür echte Zuckerfallen. Die Lösung: Es führt nichts daran vorbei – Süßes sollte nur in Maßen sein. Genießen Sie es bewusst: Wenn Sie die Lust auf Schokolade überkommt, lassen Sie einfach kleine Mengen langsam auf der Zunge zergehen!

  • Joghurt liefert Eiweiß und Kalzium und ist gesund? Im Prinzip ist das richtig. Viele Sorten mit Fruchtgeschmack müssten allerdings aufgrund ihres Zuckergehalts eher zu den Süßigkeiten zählen. Im Extremfall enthalten sie beinahe so viel Zucker wie ein Glas Cola. Die Lösung: Werfen Sie einen Blick auf die Verpackung. Rangiert der Zucker auf der Zutatenliste weit vorne? Dann stellen Sie den Joghurt besser zurück ins Regal. Auf der sicheren Seite sind sie, wenn Sie naturbelassenen Joghurt kaufen, frisch geschnippelte Früchte dazu – das bringt Geschmack und ist gesund.

  • Finger weg von Limonade, Cola und Eistee gegen den Durst! Softdrinks sind mit teilweise mehr als 30 Stücken Würfelzucker pro Liter echte Kalorienbomben. Auch bei Nektaren und Fruchtsaftgetränken sollten sie genau hinschauen. Ein niedriger Fruchtgehalt wird oft mit viel Zucker ausgeglichen.Die Lösung: Wasser und ungesüßte Tees können und sollten Sie reichlich trinken. Nebenbei sind Sie auch die besten Durstlöscher.

  • Eine Portion Vitamine gefällig? Ja, aber nicht aus der Dose. Das Obst aus der Konserve enthält meistens viel Zucker und damit deutlich mehr Kalorien als man erwartet. Zudem lässt der Vitamingehalt im Vergleich zum Frischobst zu wünschen übrig.Die Lösung: Obst sollte nicht nur beim Abnehmen auf dem Speiseplan weit oben stehen. Statt Ananas aus der Dose sollten es frische Obstsorten sein – am besten abwechslungsreich und aus der Saison.

  • Mit einer Schale Müsli ist das gesunde Frühstück gebongt? Nicht immer. Viele Frühstücksflocken und Müslis strotzen nur so vor Fett und Zucker. Und auch die beliebten Müsliriegel sind keine schlanken Snacks sondern süße Kalorienbomben.Die Lösung: Achten Sie auf den Zuckergehalt und die Zutaten: Schokostückchen, Knusperbrocken, Honig, Nüsse und Rosinen sorgen für viele Kalorien. Volles Korn ist dagegen super und macht das Müsli auch schön knackig. Frisches Obst bringt ein zusätzliches Plus an Vitaminen.

Zuckerfallen entlarven

Letzte Änderung: 27.07.2017



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