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Für immer jung auszusehen, wünschen sich viele. Aber Hautalterung ist ein biologischer Prozess, der sich nicht stoppen lässt. Die gute Nachricht: Hautpflege und ein gesunder Lebensstil können die Entstehung von Falten hinauszögern. Welche Anti-Aging-Tricks helfen, was Kosmetik wirklich kann und wie wirksam medizinische Eingriffe sind.

Die Expertin zum Thema
Deniz Moday
Fachärztin für Dermatologie
Wie alt jemand auf den ersten Blick wirkt, hat auch viel mit dem Aussehen der Haut zu tun. Dies wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst, die wir selbst in der Hand haben.
Testen Sie, wie gut Sie für Ihre Haut vorsorgen.
Selbsttest Anti-Aging: Lasse ich meine Haut alt aussehen?
Hautalterung: Was passiert da eigentlich?
Die Haut beginnt bereits in jungen Jahren zu altern. Ab etwa 25 Jahren wird sie weniger durchblutet und dadurch auch weniger mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Die Zellerneuerung verlangsamt sich, Feuchtigkeit kann nicht mehr gut gebunden werden. Erste kleine Fältchen um die Augen und Mundwinkel können sich bereits zeigen.
Mit zunehmendem Alter wird die Haut immer dünner und trockener, denn ihr Feuchtigkeits- und Fettgehalt sinken stetig. Auch das Kollagen nimmt immer mehr ab, was dazu führt, dass die Haut weniger straff und glatt wirkt. Bedingt durch die Wechseljahre wird die Haut bei Frauen noch schlechter durchblutet. Ab Mitte 50 produziert die Haut nur noch sehr wenig Fett. Sie kann nur noch im geringen Maße Feuchtigkeit binden, auch die Zellerneuerung sinkt. Die Haut ist nun trocken und dünn, tiefgehende Falten sind sichtbar.
Tipps: Diese Anti-Aging-Tricks verlangsamen die Hautalterung
Der Alterungsprozess der Haut lässt sich nicht aufhalten. Mit einem gesunden Lebensstil und weiteren Maßnahmen können Sie Falten & Co. aber einiges entgegensetzen. Das sind unsere Tipps:
Hautpflege
Hautpflege wird mit zunehmendem Alter immer wichtiger, denn die Haut braucht Feuchtigkeit. Nutzen Sie deshalb täglich eine Hautcreme, die auf Ihren Hauttyp abgestimmt ist. Bei trockener Haut bietet sich eine eher fetthaltige Tagescreme (Wasser-in-Öl-Emulsion) an. Fettige Haut verträgt hingegen wässrige Cremes besser. Weitere Produkte können die tägliche Hautpflege ergänzen. Wird die Haut nicht gepflegt, wirkt sie trocken, fahl und grau. Falten werden deutlich sichtbar.
Gesunde Ernährung
Bestimmte Vitamine und Spurenelemente unterstützen die Funktion der Haut: Sie fördern die Kollagenbildung, managen den Wasserhaushalt, schützen vor oxidativem Stress oder sind Bestandteil der Zellwände. Dazu zählen:
- Vitamin B2
- Vitamin C
- Zink
- Biotin
- Selen
- Silizium
- Omega-3-Fettsäuren
Diese Nährstoffe sind in vielen pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln enthalten. Mit einer ausgewogenen Ernährung und Mahlzeiten, die überwiegend aus frischen Lebensmitteln bestehen, tragen Sie dazu bei, dass Ihre Haut gut versorgt wird.
Viel trinken
Der Körper eines Erwachsenen besteht zu circa zwei Drittel aus Wasser. Eine ausreichende Flüssigkeitsversorgung ist für die normale Funktion des Körpers unerlässlich. Davon profitiert auch die Haut. Sie wird besser durchblutet, was den Hautstoffwechsel anregt. Zudem behält sie ihre Elastizität, was der Bildung von Fältchen entgegenwirken kann.
Nicht rauchen
Rauchen beschleunigt die Faltenbildung. Je länger geraucht wird, umso schneller altert die Haut. Die Haut von Rauchern, die 20 Zigaretten pro Tag konsumieren, ist im mittleren Lebensalter bereits zehn Jahre mehr gealtert als bei Nichtrauchern. Frauen sind davon sogar mehr betroffen als Männer. Mit dem Rauchen aufhören – unsere Tipps.
UV-Schutz verwenden
Forscher gehen davon aus, dass bis zu 80 Prozent der Alterszeichen im Gesicht durch Sonnenlicht entstehen. Verwenden Sie deshalb unbedingt eine Sonnencreme, die vor UV-A- und UV-B-Strahlen schützt. Welches Sonnenschutzmittel für wen geeignet ist, lesen Sie hier.
Viel Schlafen
Wer gut und ausreichend schläft, tut auch etwas für seine Schönheit. Denn ein Großteil aller Regenerationsprozesse in unserem Körper findet im Schlaf statt.
Stress vermeiden
Bei Stress setzt der Körper die Hormone Cortisol und Adrenalin frei und produziert weniger Kollagen, Elastin und Hyaluronsäure. Dadurch kann die Haut dünner und schlaffer werden. Zudem führt Stress häufig zu Verkrampfungen im Gesicht – und damit auch zu Faltenbildung.

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Anti-Aging: Was kann Kosmetik wirklich?
Eine Wunderwaffe gegen Falten gibt es nicht. Spezielle Cremes, Seren oder Fluids können aber dabei helfen, die Probleme der Hautalterung auszugleichen, vor allem die fehlende Feuchtigkeit. Dafür werden in Anti-Aging-Kosmetik bestimmte Wirkstoffe eingesetzt, die den Feuchtigkeitsgehalt der Haut verbessern oder hauteigene Substanzen aktivieren. Das kann die Bildung von Falten abmildern beziehungsweise die Entstehung neuer Falten etwas hinauszögern. Komplett verhindern lassen sich Falten mit Kosmetik allerdings nicht. Zu den gängigen Anti-Aging-Wirkstoffen zählen:
- Hyaluronsäure: Der Körper produziert selbst Hyaluronsäure, welche allerdings mit dem Alter abnimmt. Das Besondere: Hyaluron kann viel Feuchtigkeit speichern. In Kosmetik eingesetzt, lässt es die Haut praller erscheinen.
- Kollagen: Kollagen ist ein wichtiger Bestandteil des Bindegewebes. Es sorgt für Festigkeit und Elastizität. Mit den Jahren nimmt das körpereigene Kollagen allerdings ab. In Kosmetik hilft es, Feuchtigkeit in der Haut zu speichern.
- Retinol: Auch als Vitamin A bekannt. Es regt die körpereigene Kollagenbildung an und beschleunigt die Zellerneuerung. Zudem soll es Pigmentflecken aufhellen.
- Vitamin C:Regt ebenfalls die körpereigene Kollagenbildung an. Außerdem ist Vitamin C ein Radikalfänger, der die Haut vor Sonne oder Umweltgiften schützt und so einer umweltbedingten Hautalterung vorbeugt.
- Vitamin E: Ein weiterer Radikalfänger, der die Haut vor vorzeitiger Alterung schützt. Zudem bindet es Feuchtigkeit und lässt die Haut dadurch straffer wirken.
Immer wieder wird auch Coenzym Q 10 als Anti-Aging-Wirkstoff bezeichnet. Die Wirksamkeit in Kosmetik konnte bislang jedoch nicht wirklich belegt werden.
Wichtig zu wissen
Der Begriff „Anti-Aging“ ist gesetzlich nicht geschützt. Grundsätzlich kann jeder Hersteller seinen Produkten diese Bezeichnung geben.
Tipp: Kaufen Sie nicht einfach irgendeine Anti-Aging-Creme, sondern lassen Sie sich ausführlich beraten. Die Pflege sollte zu Ihrem Hauttyp passen.
Anti-Aging: Vor- und Nachteile von Botox & Co.
Störende Falten lassen sich auch mit kosmetischen Eingriffen beseitigen. Doch Vorsicht: Manche Methoden gegen die Hautalterung sind nicht ganz ungefährlich. Anlaufstelle für solche Eingriffe sollten deshalb grundsätzlich nur Fachärzte für Dermatologie sowie für plastische oder ästhetische Chirurgie sein.
Botox
Botulinumtoxin (Botox) ist ein starkes Nervengift, das nur von Ärzten gespritzt werden darf. Es wird hochverdünnt in die Haut injiziert und blockiert die zu den Muskeln führenden Nerven. Das verringert die Muskelaktivität und damit auch Falten.
- Vorteil: Botox ist vor allem bei Mimik-Falten erfolgreich. Ab besten nachgewiesen ist die Wirkung bei der Zornesfalte. Dies wird etwa ab zwei bis vier Wochen nach dem Eingriff sichtbar.
- Nachteil: Zu viel Botox wirkt maskenhaft. An den Einstichstellen treten oft Rötungen auf. Auch hängende Augenlider, ein Silberblick oder ein Taubheitsgefühl um die Augen können mögliche Nebenwirkungen sein. Nach etwa sechs Monaten muss die Behandlung wiederholt werden. Spätfolgen sind laut aktuellen Untersuchungen eher weniger zu erwarten.
Hyaluronsäure
Hyaluronsäure wird direkt in den Bereich der Falten gespritzt. Dort bindet es Wasser und polstert die Haut von innen auf. Auf diese Weise wird das verlorene Volumen in Mundwinkel- oder Oberlippenfalten ersetzt.
- Vorteil: Die behandelten Bereiche sehen glatter und frischer aus.
- Nachteil: Fältchen werden nicht dauerhaft aufgefüllt, die Wirkung hält etwa vier bis 12 Monate an. An der Injektionsstelle können Schwellungen, Rötungen und Empfindlichkeiten auftreten. Bei unsachgemäßer Handhabung kann es auch zu einem Schlaganfall oder Erblindung kommen.
Kollagen
Kollagen wird zur Unterspritzung kleiner, oberflächlicher Fältchen oder tiefer Falten verwendet. Es wird direkt entlang der betroffenen Falte gespritzt. Der eingesunkene Hautbereich wird dadurch aufgefüllt.
- Vorteil: Die Haut im behandelten Bereich wirkt straffer und glatter.
- Nachteil: Die Wirkung hält nur etwa sechs Monate an. Zudem kann Kollagen allergische Reaktionen verursachen. Die Verträglichkeit muss deshalb einige Wochen vor der Behandlung getestet werden.
Polymilchsäure
Polymilchsäure ist eine synthetische, auf Basis der körpereigenen Milchsäure hergestellte Substanz, die injiziert wird. Ärzte verwenden sie oft, um Mundwinkelfalten zu mildern. Sie wird aber auch eingesetzt, um Wangen aufzupolstern. Polymilchsäure regt die Bildung von Kollagen an und sorgt so für Straffung.
- Vorteil: Gleicht tiefe Falten aus. Die Gesichtshaut wirkt prall und straff.
- Nachteil: Die Behandlung muss circa zwei- bis dreimal binnen weniger Wochen wiederholt werden, um einen sichtbaren Effekt zu erzielen. Die Wirkung hält 12 bis 24 Monate an. Rund um die Einstichstelle können leichte bis mittlere Schwellungen auftreten.
Laser-Skin-Resurfacing
Das Laser-Skin-Resurfacing gehört zu den physikalischen Peeling-Methoden. Dabei verdampft der Arzt mit einem Laser die oberen Hautschichten. Nach einigen Tagen bildet sich eine Kruste, die von allein abfällt. Der hauteigene Regenerationsprozess wird dadurch angeregt, es bilden sich neue Hautzellen und neues Kollagen.
- Vorteil: Oberflächliche Falten verschwinden gänzlich, tiefe Falten werden geglättet. Auch Aknenarben können mit diesem Verfahren behandelt werden. Die Laserbehandlung wirkt lange nach, die Ergebnisse halten zwischen zwei bis fünf Jahre an.
- Nachteil: Die Behandlung kann sehr schmerzhaft sein. Für optimale Ergebnisse müssen gegebenenfalls mehrere Behandlungen nacheinander durchgeführt werden. Nach dem Eingriff ist die Haut sehr anfällig für Entzündungen. Hautrötungen können noch über Wochen sichtbar sein.
Chemisches Peeling
Mit einem chemischen Peeling werden gezielt Teile von Oberhaut und Lederhaut abgetragen und eine Erneuerung dieser Hautschichten angeregt. Zum Peelen verwenden Ärzte vor allem Fruchtsäure, Salizylsäure, Vitamin-A-Säure oder Trichloressigsäure. Je nach verwendeter Substanz ist das Abtragen der Hautschichten nur oberflächlich bis tiefwirkend.
- Vorteil: Das Hautbild verbessert sich, die Haut wirkt frischer. Abhängig von der Behandlung können leichte bis tiefe Falten geglättet werden. Ebenso lassen sich Aknenarben behandeln.
- Nachteil: Durch eine zu hohe Konzentration kann es zu Verätzungen der Haut kommen. Für ein optimales Ergebnis sind gegebenenfalls mehrere Behandlungen notwendig.
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Letzte Änderung: 06.05.2024
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